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Obstgarten Höri als Genbank

Hochstammobstgarten Primärsammlung Höri:

Obstgarten Höri als Genbank für alte Obstsorten

Projektleitung: Klaus Gersbach, Effretikon
Der Obstgarten Höri umfasst mehr als 350 Bäume mit rund 230 verschiedenen Sorten, nämlich 163 verschiedene Aepfel, 43 Birnen, 14 Kirschen und 8 Zwetschgen und Pflaumen. In Höri steht somit eine der ersten grossen Obstsortensammlung der Schweiz die immer wieder Früchte für Ausstellungen und Edelreiser für Liebhaber liefert. Eine erste Serie von Jungbäumen, vorwiegend aus Karl Stoll's Sortensammlung in Wädenswil wurde im Frühjahr 1986 gepflanzt, worauf in den Jahren 1987, 1989 und dann bis 2005 weitere Pflanzungen folgten.
Seit 2003 ist der 7 ha grosse Obstgarten Höri anerkannt als Primärsammlung des Nationalen Aktionsplanes des Bundes NAP.
Im Vordergrund der Sortenauswahl stehen die im Gebiet der deutschsprachigen Schweiz entstandenen Varietäten, wie Oberrieder Glanzreinette, Stäfner Rosen, Hansuli, Stadler Hagapfel usw., welche im Erwerbsobstbau keinen Platz mehr finden. Berücksichtigt werden aber auch jene Sorten ausländischer Herkunft, deren Qualität ehemals von Experten gepriesen worden ist,

wie Damason Reinette (Lederapfel), Kasseler Reinette, Jakob Lebel usw.. Eine wertvolle Rarität und wohl primitivste Form kultivierter Apfelsorten "Sternapi", die schon den Römern bekannt war, hat Prof. Roger Corbaz nach Höri gebracht. Weitere Kuriositäten sind die Birnensorte Schweizerhose und die Streifenkirsche.
Der Obstgarten Höri ist auch ein Naturschutzprojekt, weshalb alte Bäume und dürre Baumruinen, stehen gelassen werden. Pflanzenschutzmassnahmen werden in diesem Obstgarten nur sehr beschränkt getätigt. Auf diese Weise besteht jedoch die Möglichkeit, das Resistenzverhalten der alten Sorten unter den heutigen Bedingungen zu studieren.
Seit 2003 ist der Obstgarten Höri Teil des FRUCTUS Obstlehrpfades Höri – Steinmaur. Dieser Lehrpfad soll den Sinn der Erhaltung der Vielfalt einheimischer Obstsorten der Öffentlichkeit näher bringen.
Der Obstgarten Höri sowie alle andern Sortenrefugien tragen dazu bei, dass unserer Nachwelt erhalten bleibt, was die Natur und die Völker über Jahrtausende an Fruchtformen, -farben und -aromen zustande gebracht haben.



2013 Vereinigung Fructus