Vielfalt an Nusssorten

FRUCTUS engagiert sich seit 20 Jahren für die Inventarisierung, Beschreibung und den Erhalt der Walnuss (juglans regia), welche wir in der Schweiz Baumnuss nennen. Die Baumnuss gilt als Spezial-Obstart, ist aber auch ein Waldbaum und vor allem war sie DER Hausbaum, welcher neben jedem Bauernhaus stand.
Da die Veredelung von Nussbäumen bis heute sehr viel Wissen und Geschick erfordert, wurden Nussbäume weitgehend über das Säen von Nüssen vermehrt. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden veredelte Bäume der Sorte Franquette in grossen Mengen aus Frankreich importiert und gepflanzt. FRUCTUS beobachtete diese Entwicklung mit grosser Sorge: Die einst so breite Sortenvielfalt der Schweiz drohte zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu einem Franquette-Einerlei zu werden.

Hier setzen die Nussprojekte von FRUCTUS an:

Mit dem Projekt PAN 5 wurde die Vielfalt in der Westschweiz inventarisiert und eine Sammlung mit ca. 50 Sorten in St. Legier sur Vevey und in Meinier angelegt. Die Duplikatsammlung dieser beiden Sammlungen konnte FRUCTUS in Mormont, einem sympathischen Weiler im westlichsten Zipfel der Ajoie, verwirklichen.

In Heinrich Gublers Baumschule steht die Einführungssammlung Hörhausen mit Reiserschnittbäumen von heute ca. 300 Sorten. Die NAP-Erhaltungssammlungen aus dem Deutschschweizer Projekt wurden in Frümsen SG und Wermatswil ZH gepflanzt. Viele Interessierte konnten dank der von FRUCTUS indizierten Vermehrung dieser Sorten vielfältige Sammlungen anlegen.
In den nächsten Jahren wäre es wichtig, die Nussbäume und die Früchte in den Sammlungen genau zu beschreiben.

Walnuss